Winterkongress 2019

Ethik, Wissenschaft & Gesellschaft
Vortrag Einstieg

Was ist feministische Technikphilosophie - Ein Überblick und kritische Überlegungen

Janina Loh

Beginn um 15:00 Uhr
im Raum Erkerzimmer (1. OG),
Dauer: 60min

Seit der sog. zweiten Welle der Frauenbewegung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kann von einem wachsenden Bewusstsein für die Notwendigkeit einer kritischen Hinterfragung der Wissenschaften sowie einer Auseinandersetzung mit Technik (im Sinne von Techniken und Technologien) in feministischen Kreisen gesprochen werden. Wissenschaft und Technik wurden aus feministischer Perspektive von Anfang an nicht nur im Lichte eines vermuteten emanzipatorischen Potenzials gesehen (The Dialectic of Sex, Firestone 1970; Woman on the Edge of Time, Piercy 1976), sondern aufgrund der ihnen vorgeworfenen inhärent eingeschriebenen Logiken der Dominanz, Gewalt und Zerstörung (Lykke 1996, 2) auch heftig kritisiert und schlichtweg abgelehnt (Our Bodies, Ourselves, Boston Women 1971; Wanderground, Gearhart 1979).

In diesem Vortrag soll zunächst gefragt werden, was unter feministischen Technologien (d.h. Artefakte; Technik im engen Sinn) zu verstehen ist, um in einem zweiten Schritt feministische Perspektiven auf Technik (im Sinne von Techniken und Technologien; Technik im weiten Sinn) und die Wissenschaften vorzustellen. Im ERSTEN TEIL werde ich u.a. das Beispiel der Sexroboter als potenzielle feministische Technologien näher in den Blick nehmen. Im ZWEITEN TEIL gebe ich eine kurze Einführung in die technik-feministischen Strömungen des Cyber-, Techno und Xenofeminismus, bevor ich mit einem Überblick über den neuen materialistischen Feminismus sowie den kritischen Posthumanismus abschliesse.

 
Weiterführende Informationen:
 

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