Kartographie der Internet Governance

Die dezentrale Natur des Internets führt nicht nur zu grossen Freiheiten (die allerdings an verschiedenen Fronten angegriffen sind und verteidigt werden müssen) sondern auch zum Wildwuchs einer Vielzahl von Institutionen, Organisationen und Foren, die sich in irgendeiner Weise mit der Regukation und Administration von Aspekten vom Netz der Netze befassen. Etliche davon erfüllen wichtige Aufgaben (man denke etwa an IETF und W3C), bei anderen bin ich mir da nicht so sicher. Jedenfalls ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten, und zu wissen, wo sich welche Anliegen sinnvoll und erfolgversprechend einbringen lassen. Die professionellen Lobbyisten derjenigen Firmen, die auf nicht ganz legitime Arten viel Geld verdienen (weil sie Grundprinzipien wie z.B. Privacy, Offenheit von Datenformaten usw. verletzen) wissen sehr gut, wann sie wo sein müssen, um wirksam lobbyieren zu können. Unter den oft unbezahlten, für wichtige Freiheiten einstehenden Aktivisten ist dieses Wissen weniger weit verbreitet. Das Mapping Internet Governance Projekt soll dieses Problem zu lösen helfen.

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Autor: Norbert Bollow

Norbert Bollow hat an der ETH Zürich Mathematik und Physik studiert. Seither befasst er sich hauptsächlich einerseits mit IT und andererseits mit Methoden zur Lösung komplexer systemischer Herausforderungen. Seit vielen Jahren ist Norbert vor allem deshalb in der FOSS (Freie und Open Source Software)-Bewegung aktiv, weil nur mit dieser Art von Software vertrauenswürdiger Datenschutz möglich ist. Er ist Vereinspräsident der Digitalen Gesellschaft.

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