Adi Shamir spricht am 4.5.15 an der ETH Zürich zu Post-Snowden Cryptography

Anfang Mai besteht die Möglichkeit, Adi Shamir persönlich zu erleben. Er kommt für einen Vortrag an die ETH in Zürich. Adi Shamir wird auf einige Erkenntnisse eingehen, zu denen sie auf Grund der Enthüllungen von Edward Snowden gelangt sind: Das Potential und die Grenzen der Technik, welche die NSA benützt, um Computer und andere Kommunikationsgeräte abzuhören. Er wird auch mögliche Gegenmassnahmen diskutieren. Adi Shamir ist unter anderem Professor am Institute for Theoretical Studies der ETH Zürich und am Weizmann Institut in Israel.

ETHZ - CHN and CAB
Montag, 4. Mai 2015 um 16.15 Uhr – 17.15 Uhr.

ETH Zürich, Hauptgebäude, Audimax HG F 30
(Rämistr. 101, 8092 Zürich)

Organisatoren: ETH Global und das Distinguished Colloquium des Departements Informatik D-INFK

Anmeldung erforderlich.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und zu Adi Shamir unter diesem Link.

25. April 2015 hippie

Die Formulare zur Anordnung von Überwachungen des Post- und Fernmeldeverkehrs

ÜPF Formular 3.4dIn dieser Woche wurden von Fefe Anordnungsformulare des Dienstes Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr (Dienst ÜPF) veröffentlicht. Die Formulare werden für die standardisierte Übermittlung der Überwachungsverfügungen der zuständigen kantonalen und Bundesbehörden an den Dienst ÜPF verwendet.

Leider sind sie nicht ganz vollständig. Wir haben die Formulare zur Übersicht in einzelne Dokumente überführt:

Echtzeitüberwachung (Art. 269 StPO)

  • Telefon
  • Post
  • Elektronischer Postdienst (Internetdienste/E-Mail)
  • Internetzugang

Rückwirkende Überwachung (Art. 273 StPO)

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25. April 2015 Kire

Veranstaltungshinweise

Am kommenden Freitag 17. April findet in Bern die Generalversammlung vom ISOC Switzerland Chapter statt. Dabei sind verschiedene Vorträge vorgesehen, insbesondere „Net Neutrality, Current Situation“ (Jens Kaessner, BAKOM) und „Child Online Protection and the Need of Global Cooperation” (Carla Licciardello, ITU).

Am 19. Mai findet in Bern das Swiss-IGF statt.

15. April 2015 Norbert Bollow

Tätigkeitsbericht der Digitalen Gesellschaft für das Winterhalbjahr 2014/2015

Swiss Lawful Interception VisualisationIm letzten halben Jahr ist wiederum einiges passiert. Eine gute Gelegenheit für eine Rückschau bietet sich zum Frühjahrestreffen der Digitalen Gesellschaft an:

Bereits im Sommer 2013 hatten wir eine Strafanzeige wegen verbotenem Nachrichtendienst bezüglich PRISM/Tempora eingereicht. Nach über einem Jahr Nichtstun, hat die Bundesanwaltschaft im Herbst 2015 auf Nachfragen eine Nichtanhandnahmeverfügung erlassen.

Als erste Reaktion haben wir einen umfassenden Bericht zur Massenüberwachung in der Schweiz erstellt. Dieser fasst die bekannten Programme der NSA und des britischen GCHQ gemeinsam mit den Aktivitäten des schweizerischen Nachrichtendienstes zu einem Gesamtbild zusammen. Der Fokus liegt dabei auf der allgemeinen und universellen Betroffenheit sämtlicher Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz. Die Erkenntnisse werden anschliessend in sieben konkrete Massnahmen und Forderungen überführt. Eine davon betrifft die Aufnahme von Strafermittlungen durch einen ausserordentlichen Bundesanwalt.

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10. April 2015 Kire

Hackerfunk zum Thema «GSM»

Hackerfunk-Logo

(Logo: hackerfunk.ch)

Über die letzten Jahre hat sich der Hackerfunk – der Podcast aus dem Umfeld des CCCZH und der Linux User Group Switzerland (LUGS) – zu einem spannenden Sendegefäss entwickelt. Speziell der Sprung vom Radio LoRa zum Radio Radius hat ihm gut getan: Die Themen können nun ohne Zeitdruck vertieft werden.

Aus den letzten Sendungen sticht die Folge #85 zum Thema «GSM» heraus. Diese wurde spontan auf dem Chaos Communication Congress in Hamburg aufgenommen. Gesprächsgast Kévin konnte das Thema sympathisch und kenntnisreich vermitteln. Auch wer meint, sich bereits auszukennen, dürfte noch so manches erfahren.

Und wie eigentlich immer: Tolle Musikauswahl.

22. März 2015 Kire

Ständerat lehnt Netzneutralität ab – Deutsche Telekom diskriminiert Schweizer Provider

Telefonkabinen: Swisscom und Deutsche Telecom friedlich beieinanderAm Montag dieser Woche hat der Ständerat die Motion «Fernmeldegesetz. Gesetzliche Festschreibung der Netzneutralität» von Balthasar Glättli abgelehnt. Im Nationalrat war sie noch mit grosser Mehrheit angenommen worden. Im Ständerat wurde das Anliegen nun mit 26 gegen 17 Stimmen versenkt – auch mit dem Argument, dass es in der Schweiz «momentan keine konkreten Problemfelder, keine Anzeichen von Verletzungen der Netzneutralität» geben würde. Nur wenig Recherche hätte es benötigt, um bei Sunrise, Orange, Swisscom und Cablecom Verletzungen der Netzeutralität festzustellen.

Der Ständerat folgte mit seinem Entscheid dem Bundesrat, der eine transparente Diskriminierung im revidierten Fernmeldegesetz zulassen will. Damit würde den Fernmeldedienstanbieterinnen in der Produktgestaltung freie Hand gelassen.

Gestern nun hat der Provider Init7 ein weiteres Beispiel einer weitreichenden Diskriminierung detailliert publik gemacht:

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21. März 2015 Kire

Passend zum neuen Nachrichtendienstgesetz: Animation zum Tor-Netzwerk

Passend zur heutigen 2/3-Mehrheit im Nationalrat zum neuen Nachrichtendienstgesetz hat das Tor-Project eine Animation veröffentlicht, die sehr anschaulich das Netzwerk für sichere und vertrauliche Kommunikation erklärt.

17. März 2015 Kire

Offener Brief zum neuen Nachrichtendienstgesetz: Schützen wir Freiheit und Privatsphäre vor der Massenüberwachung

KabelaufklärungAm 16. und 17. März wird der Nationalrat über das neue Nachrichtendienstgesetz befinden (14.022). Die Digitale Gesellschaft, Amnesty International und die Stiftung für Konsumentenschutz SKS kritisieren die Kabelaufklärung und die verdachtsunabhängige Massenüberwachung als unverhältnismässige Eingriffe in die Grundrechte.

Zürich, 12. März 2015 – Mit dem neuen Nachrichtendienstgesetz soll eine Reihe neuer Massnahmen für die Überwachung eingeführt werden. Ein besonders heikler Punkt ist die Kabelaufklärung, die bisher kaum öffentlich diskutiert wurde. Die Kabelaufklärung würde dem Nachrichtendienst des Bundes ermöglichen, «grenzüberschreitende Signale aus leitungsgebundenen Netzen zu erfassen». Das heisst, der Nachrichtendienst könnte alle Datenströme anzapfen, die von der Schweiz ins Ausland fliessen. Da der Grossteil der Internetaktivitäten in der Schweiz über das Ausland stattfindet, wären alle von dieser Überwachung betroffen. Der Nachrichtendienst hätte nicht «bloss» auf Metadaten Zugriff, sondern auf sämtliche Inhalte der elektronischen Kommunikation wie Mails, Suchanfragen oder Internet-Telefonie.

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12. März 2015 Kire

Lettre ouverte: Nouvelle loi fédérale sur le renseignement – Protégeons notre liberté et notre sphère privée de la surveillance de masse

KabelaufklärungLe Conseil National va se pencher, lors de la session de printemps, sur la nouvelle loi sur le renseignement (14.022). La Société Numérique (Digitale Gesellschaft), Amnesty International et la Fondation pour la protection des consommateurs critiquent l’exploration du réseau câblé et la surveillance de masse, généralisée et non liée à des soupçons. Des mesures qu’elles considèrent comme des atteintes disproportionnées aux droits fondamentaux.

Zurich, le 12 mars 2015 – La nouvelle loi sur le renseignement introduit toute une palette de nouvelles mesures de surveillance. Parmi celles-ci, l’exploration du réseau câblé est particulièrement problématique et n’a encore quasiment pas été discutée dans le public. L’exploration du réseau câblé permettrait au Service de renseignement de la Confédération « d’enregistrer les signaux transmis par réseau filaire qui traversent la Suisse ». Ceci signifie en clair que le Service de renseignement pourrait intercepter tous les flux de données qui quittent la Suisse pour l’étranger. Dès lors que la majeure partie des activités suisses sur Internet transitent par l’étranger, tout le monde serait touché par cette surveillance. Le Service de renseignement n’aurait pas uniquement accès aux métadonnées, mais également au contenu intégral des communications électroniques telles que les e-mails, les recherches ou la téléphonie via Internet.

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12. März 2015 Kire

Lettera aperta sui nuovi servizi di intelligence: Proteggiamo la nostra libertà e la nostra sfera privata dalla sorveglianza di massa

KabelaufklärungNel corso della sessione primaverile il Consiglio Nazionale discuterà la nuova Legge sul servizio informazioni (14.022). La Digitale Gesellschaft, Amnesty International e l’Associazione consumatrici e consumatori della Svizzera Italiana ACSI criticano l’esplorazione dei segnali via cavo e la sorveglianza di massa, generalizzata e non basata su sospetti. Secondo le tre organizzazioni queste misure rappresentano delle limitazioni sproporzionate ai diritti fondamentali.

Zurigo, 12. marzo 2015 – La nuova Legge sul servizio informazioni introduce una serie di nuove misure di sorveglianza. Tra queste, l’esplorazione dei segnali via cavo è particolarmente delicata. Ciononostante, non è praticamente stata discussa pubblicamente. L’esplorazione dei segnali via cavo permetterebbe al Servizio delle attività informative della Confederazione (SIC) di “registrare i segnali trasmessi via cavo che attraversano la Svizzera”. Questo significa che il SIC potrebbe intercettare tutti i flussi di dati che lasciano la Svizzera verso l’estero. Poiché la maggior parte delle attività svizzere in Internet transitano da un paese terzo, tutti sarebbero toccati da questa sorveglianza. Il Servizio delle attività informative (SIC) avrebbe automaticamente accesso non solo ai metadati, ma pure al contenuto integrale delle comunicazioni elettroniche come e-mail, ricerche on-line o telefonia via Internet.

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12. März 2015 Kire

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