Intensives Lobbying von Hollywood gegen ein Abkommen für Blinde

KEI (Knowledge Ecology International) hat mit einer Öffentlichkeits-Gesetz Anfrage Kopien von 142 Seiten Emails der US Filmdustrie erhalten, die zeigen, wie intensiv Hollywood versucht, auf das geplante internationale Abkommen, das das Zugänglichmachen von Werken für Blinde erlauben soll, Einfluss zu nehmen.

Man muss sich da natürlich fragen, warum sieht die Filmindustrie ein Problem, wenn etwa Bücher für Blinde zugänglich gemacht werden? Der Grund besteht darin, dass die US-Filmindustrie ganz kategorisch gegen jegliche Ausnahmen von extremer Copyright-Durchsetzung ist.

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Autor: Norbert Bollow

Norbert Bollow hat an der ETH Zürich Mathematik und Physik studiert. Seither befasst er sich hauptsächlich einerseits mit IT und andererseits mit Methoden zur Lösung komplexer systemischer Herausforderungen. Seit vielen Jahren ist Norbert vor allem deshalb in der FOSS (Freie und Open Source Software)-Bewegung aktiv, weil nur mit dieser Art von Software vertrauenswürdiger Datenschutz möglich ist. Er ist Vereinspräsident der Digitalen Gesellschaft.