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Jugend hackt

Jugend hackt Schweiz 2023 – Rückschau und Impressionen

Vom 20. bis zum 22. Oktober 2023 fand in der Bitwäscherei in Zürich ein Hackathon für und von Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren statt. Wir schauen auf ein intensives und erfolgreiches Wochenende zurück und bedanken uns bei allen Teilnehmer:innen, Mentor:innen, Koordinator:innen, Köch:innen und Geldgeber:innen herzlich für die grossartige Unterstützung. Die Fotos haben Manuel Stagars und Salvatore Pittà aufgenommen.

17 Teilnehmer*innen, 14 ehrenamtliche Mentor*innen, 8 Personen im Orga-Team, 7 Lightning Talks, 5 entstandene Projekte: Was sich am Rande des nationalen Abstimmungswochenendes in der Bitwäscherei in Zürich abspielte, verdient eine längere Würdigung. Zum Hackathon in der Schweiz hatte die Digitale Gesellschaft junge Menschen sowie technologie-affine Mentor:innen aus ihrem Umfeld eingeladen. Profitieren konnten wir von der Partnerschaft mit mediale pfade.org – Verein für Medienbildung e.V. und Open Knowledge Foundation Deutschland e.V., die Jugend hackt 2013 ins Leben gerufen haben, mittlerweile im gesamten deutschsprachigen Raum durchführen und uns mit zwei Fachpersonen in Zürich unterstützten.

Mit Code die Welt verbessern

Jugend hackt ist ein Programm für junge Menschen, die mit ihren technischen Fähigkeiten die Welt verbessern wollen. Unterstützt von ehrenamtlichen Mentor:innen entwickeln sie digitale Werkzeuge, Prototypen und Konzepte für eine bessere Zukunft. Bei Jugend hackt geht es um mehr als nur Programmieren lernen: Wir begreifen Technik als ein Mittel zu gesellschaftlicher Veränderung und bestärken Jugendliche im verantwortungsbewussten Umgang mit Technik, um damit Lösungen für gesellschaftspolitische Fragen zu finden. Jugend hackt ist ein nicht-gewinnorientiertes Programm, wird laufend optimiert und ist mit dem PHINEO Siegel für Wirksamkeit ausgezeichnet.

Gestartet wurde in Zürich am Freitagnachmittag mit einem Kennenlernen und einem längeren gemeinsamen Brainstorming entlang fünf vordefinierten Themenräumen. In Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmer:innen zusammen mit den Mentor:innen daraus erste Ideen, die anschliessend vorgestellt wurden mit der Aufgabe an alle, sich bis zum nächsten Morgen tendenziell für die eine oder andere Idee vorzuentscheiden. Wer von weiter weg angereist war, übernachtete im Pfadiheim Kilchberg, darunter eine Gruppe Jugendlicher, die sich bereits aus einem früheren Anlass kannte und in Zürich an ihrem Projekt weiter arbeitete.

Vom Umgang mit Zweifeln und Zeitnot

Den eigentlichen Kern des Anlasses bildet der Samstag, an dem die Teilnehmer:innen von frühmorgens bis spätabends unter Anleitung der Mentor:innen mit Hilfe von Open-Source-Anwendungen sowie offenen Daten an Prototypen und digitalen Werkzeugen arbeiteten. Parallel dazu fanden am Nachmittag Lightning-Talks zu Themen wie Flutter, Python, Tinkercad und Platinenherstellung statt, die allesamt trotz Arbeitseifer gut besucht wurden. Für das leibliche Wohl sorgte ein Team von hellowelcome, auch dies ein gemeinnütziger Verein, das seinerseits einen Begegnungsort und Hilfe zur Selbsthilfe für Geflüchtete, Migrant:innen und Einheimische anbietet.

Schon gegen Abend zeigten sich erste Zweifel, dass man es bis Sonntagnachmittag schaffen würde, als die Präsentationen angedacht werden mussten. Hier fehlt es an einer Zeichnung, dort ist das 3D-Modell zu gross, sodass es in einer Nacht nicht gedruckt werden kann, und überhaupt – niemand erwartet ein fertiges Produkt, schon die Schilderung der Idee und darüber, wie man sie angegangen ist, welche Probleme man angetroffen und welche Überraschungen man erlebt hat, kann Zuschauer:innen vieles vor Augen führen und zum Nachdenken anregen. Fürs Coden verbleibt noch der Sonntagmorgen, doch ohnehin ist ein Projekt niemals fertig: Die Teilnehmer:innen haben auch nach dem Anlass weiterhin die Möglichkeit, in Absprache mit der Digitalen Gesellschaft in der Bitwäscherei an ihren und weiteren Projekten zu arbeiten. Die entsprechenden Fachleute kennen sie nun ja, auch lässt sich an einem weiteren Jugend hackt an ihrem Projekt weiter arbeiten.

Die Zukunft beginnt heute

Am frühen Sonntagnachmittag war es dann soweit: Mehrere Dutzend Personen sind angereist, um die Resultate des Wochenendes wertzuschätzen. Jan, Chudo und Thomas haben ein Spiel entwickelt, bei dem die Gamer den Wald sauber halten sollen. Noah, Tibor und Lorenzo zeigen mit «LED-Schild» eindrücklich auf, was alles hinter einem vermeintlich einfachen LED-Lichtspiel steckt. Mit «Spirits» entwickelten Claudia und Max ein Spiel zum Kampf zwischen Gut und Böse auf der Welt, vorerst zweidimensional –  wir sind gespannt auf die Weiterentwicklung zu einem dreidimensionalen Game! Mit «Eventfully» präsentierten Benedikt, Dorothea, Luis, Jona, Konrad, Leonie und Emmi eine Webseite, die sie von Grund auf selbst entwickelten und allen hilft, aus der Fülle von Veranstaltungen in der Region die passende zu finden. Last but not least ist auch das Projekt (emissioneer) von Robin und Elija zu erwähnen – Das Erstellen einer Webseite für die Berechnung der Anzahl zu pflanzender Bäume um die Schadstoff-Emissionen des persönlichen Individualverkehrs zu kompensieren.

Wie weiter?

Innerhalb der Digitalen Gesellschaft werden wir nächstens eine Fachgruppe ins Leben rufen, damit wir Jugend hackt als kontinuierlichen Anlass ein bis zweimal pro Jahr durchführen können.

Da die Zeitspanne zwischen den einzelnen Events gross ist, sind wir bestrebt, den Jugendlichen einmal pro Monat die notwendige Unterstützung anzubieten, damit sie in der Bitwäscherei und durch Mentor:innen begleitet an ihren Projekten weiter arbeiten können.

Wir überlegen uns dabei auch, Jugend hackt in weiteren Schweizer Städten durchzuführen.

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