Grundrechte wahren!

Grundrechte wahren!

Das Nachrichtendienstgesetz (NDG) soll revidiert werden und der Geheimdienst neue Überwachungsbefugnisse erhalten. Gegen die Gesetzesrevision wehren wir uns zusammen mit anderen Schweizer NGOs. Für die Koordination und die Kampagne benötigen wir über 60'000 Franken – wovon 20'000 Franken noch fehlen.

Hilf mit, den Geheimdienst zurückzubinden!

34%
Bereits 6'880 von 20'000 Franken erhalten 80 Spenden erhalten noch 35 Tage
Kreditkarte Kreditkarte Postkarte Postkarte

QR-Rechnung als PDF

Digitale Gesellschaft
4000 Basel
CH4009000000159933511
BIC: POFICHBEXXX

Also doch

Swisscom und Cablecom geben Verletzung der Netzneutralität zu

express lane ahead - pay toll
Bild: Mike Licht/flickr.com, CC BY

In der NZZ am Sonntag ist heute ein lesenswerter Artikel zur Netzneutralität in der Schweiz erschienen: Der Machtkampf um den Verkehr im Internet.

Darin geben Swisscom und Cablecom zu, dass sie ihre Marktmacht an den Interkonnektionspunkten missbrauchen:

Damit Swisscom ihr Netz kostenlos mit anderen verbindet, verlangt sie, dass das Daten-Austausch-Verhältnis nicht mehr als 2:1 beträgt. Sonst bremst sie: «Erfüllt ein Unternehmen die Voraussetzungen für entgeltfreies Peering nicht mehr, baut Swisscom die Verbindungen mit dem betroffenen Unternehmen grundsätzlich nicht mehr weiter aus», so ein Sprecher. Dadurch entstünden Überlast-Situationen und der Datenfluss verlangsame sich. Einziger Ausweg: Die Firma muss für den Datenverkehr bezahlen.

Auch Cablecom verlangt für die kostenlose Netzverbindung ein Datenverhältnis von maximal 3:1. Ein Sprecher begründet das folgendermassen: «Wenn die Daten am Interkonnektionspunkt aus dem Verhältnis laufen, steigen die Kosten bei einem Peering-Partner überproportional. Dies geht zulasten jener Kunden, die datenintensive Dienste nicht benutzen.»

Das Verhältnis von ein- und ausgehendem Datenverkehr ist ein willkürliches Kriterium in dieser Beurteilung: Es ist ja nicht so, dass Netflix oder Zattoo wahllos ihre Daten in das Netz pumpen. Vielmehr fordert der Swisscom- oder Cablcom-Kunde die Daten – oder in diesem Fall die Videos – an. Dass diese bei ihm ankommen, dafür bezahlt er der Internet-Zugangsanbieterin Geld für das entsprechende Internet-Abo.