Swisscom und Cablecom geben Verletzung der Netzneutralität zu

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Bild: Mike Licht/flickr.com, CC BY

In der NZZ am Sonntag ist heute ein lesenswerter Artikel zur Netzneutralität in der Schweiz erschienen: Der Machtkampf um den Verkehr im Internet.

Darin geben Swisscom und Cablecom zu, dass sie ihre Marktmacht an den Interkonnektionspunkten missbrauchen:

Damit Swisscom ihr Netz kostenlos mit anderen verbindet, verlangt sie, dass das Daten-Austausch-Verhältnis nicht mehr als 2:1 beträgt. Sonst bremst sie: «Erfüllt ein Unternehmen die Voraussetzungen für entgeltfreies Peering nicht mehr, baut Swisscom die Verbindungen mit dem betroffenen Unternehmen grundsätzlich nicht mehr weiter aus», so ein Sprecher. Dadurch entstünden Überlast-Situationen und der Datenfluss verlangsame sich. Einziger Ausweg: Die Firma muss für den Datenverkehr bezahlen.

Auch Cablecom verlangt für die kostenlose Netzverbindung ein Datenverhältnis von maximal 3:1. Ein Sprecher begründet das folgendermassen: «Wenn die Daten am Interkonnektionspunkt aus dem Verhältnis laufen, steigen die Kosten bei einem Peering-Partner überproportional. Dies geht zulasten jener Kunden, die datenintensive Dienste nicht benutzen.»

Das Verhältnis von ein- und ausgehendem Datenverkehr ist ein willkürliches Kriterium in dieser Beurteilung: Es ist ja nicht so, dass Netflix oder Zattoo wahllos ihre Daten in das Netz pumpen. Vielmehr fordert der Swisscom- oder Cablcom-Kunde die Daten – oder in diesem Fall die Videos – an. Dass diese bei ihm ankommen, dafür bezahlt er der Internet-Zugangsanbieterin Geld für das entsprechende Internet-Abo.

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